WARUM DIE SÜDSTAATENFLAGGE?

 

  Die Südstaatenflagge. Was hat es eigentlich damit auf sich? Ich habe mich entschlossen diesen Artikel zu schreiben, da ich es langsam satt habe, mich von diversen Leuten, die keine Ahnung von irgendetwas haben, mit Vorurteilen beschimpfen zu lassen. Da hat man doch auf Grund dessen, dass man diese Flagge mit Stolz trägt, schon die irrwitzigsten Schlussfolgerungen auf  politische Denkweisen (so etwas wie politisches Denken existiert doch gar nicht bei mir, hab ich immer gedacht...) und Einstellung gezogen. Ist es nicht traurig, auf Grund einer Fahne in eine bestimmte Schublade hineingesteckt zu werden, ohne zu wissen, aus welchen wahren Gründen derjenige das Symbol des Südens der USA trägt? Auch wenn man es jedem Einzelnen erklärt, es wird immer noch welche geben, die es nicht kapieren. Dennoch liest vielleicht der ein oder andere diese Seite und wird in seinen Vorurteilen gegenüber mir (und bestimmt vielen anderen Rock `n´ Rollern) etwas eingebremst oder gar umgestimmt.

 

 

1.)    Die Flagge als Zeichen der Herkunft des Rock `n´ Roll

 

Rockabilly und Rock `n´ Roll entstand im Süden der USA. Durch die Vermischung von schwarzer Blues-Musik und weißer Country- und Hillbilly-Musik entstand ein neuer Sound, genannt: Rock-a-Billy. Ich trau mich getrost sagen dass in den 50er Jahren 80-90% aller Rockabillysänger aus den Südstaaten kamen. Es ist nun mal Tatsache, dass es ohne den Südstaaten nie zu Rockabilly und Rock `n´ Roll gekommen wäre. Dies ist schon mal der Hauptgrund, weshalb die Südstaatenflagge von allen Liebhabern des Rockabilly und des Rock `n´ Roll mit Stolz getragen wird!

 

 

 

2.)    Die Flagge als Symbol der Rebellen

 

Im März 1861 erklärten die Staaten South Carolina, Alabama, Louisiana, Mississippi, Florida, Georgia und Texas ihre Unabhängigkeit. Daraufhin folgte der Unabhängigkeitskrieg, in dem die konföderierten Truppen auch als „Rebellen“ bezeichnet wurden. Als in den 70er und 80er Jahren das Rockabilly-Revival aufkam und über Europa hinwegfegte entstand neben den Teds (siehe auch Bericht dazu unter der Seite „Berichte“), die es in England schon seit den 50er Jahren gegeben hat, eine neue Jugendbewegung, genannt: Rockabilly-Rebels. Diese jungen Leute, die verrückt waren nach der rhythmischen Musik aus den 50er Jahren, rebellierten in gewissem Sinn gegen die immer weiter fortschreitende moderne Gesellschaft, und konnten, wie bereits die Jugend in den 50er Jahren, mit deren Idealen nichts anfangen. Sie waren also in gewissem Maße „Rebellen“, wie schon die Armee von General Robert E. Lee. Wieder ein Grund, sich die Fahne der Konföderierten Staaten Amerikas anzueignen.

 

 

 

3.)    Die Flagge als „Markenzeichen“ des Rockabilly

 

Wenn wir jetzt Punkt eins und Punkt zwei zusammennehmen, so wird die Südstaatenflagge zum Statussymbol des Rockabilly. Rockabilly und die Südstaatenflagge gehören untrennbar zusammen, ohne dabei irgendwelche politischen Hintergründe zu haben.

 

 

 

 

Das Problem mit der Sklaverei der schwarzen Bevölkerung im Süden der USA vor dem Unabhängigkeitskrieg wird auch gerne als Vorurteil hergenommen. Dazu sag ich nur eines: Hätte es die schwarze Bevölkerung nicht gegeben, so wäre der Rockabilly nie entstanden, denn es ist Tatsache, dass die schwarzen Bluessänger des Südens äußerst talentierte Musiker waren und erst durch die Vermischung derer Musik mit der Musik der Weißen die wilde und rhythmische Musik, die daraus entstand, möglich wurde. Ganz nebenbei erwähnt: Solch berühmte Rock `n´ Roll-Stars wie Little Richard, Chuck Berry, Bo Diddley, Fats Domino, die unheimlich viel für die Musik gemacht haben, waren meiner Meinung nach doch auch schwarz, oder...? Welchen Sinn würde das nun ergeben, als Rockabilly etwas gegen schwarze Mitbürger zu haben? Arschlöcher gibt es schließlich in jedem Land und unter jeder Rasse. So denn:

 

ROCKABILLY RULES, OK!

by Rainer K.

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